Kanufahren auf der Stever

Mit dem Kanu über die Stever

Eine herrliche Art, die Münsterländer Parklandschaft zu erkunden – und ein großer Spaß 

Die Sonne glitzert im Wasser, am Ufer grünt und blüht es. Ein Storch schwebt über die Felder. Herrlich! „Auf dem Wasser – das ist die wirklich schönste Art, sich durch die Münsterländer Parklandschaft zu bewegen“, sagt Michael Oberhaus vom Familienbetrieb Weinhaus Ricordo, das direkt an der Stever liegt. Vom Anleger aus kann man mit dem Kanu starten.



 

„Es gibt zwei Routen, die man auf der Stever fahren kann“, erklärt Stefan Flötenmeyer, Vermieter der Kanus. Die kurze, er nennt sie die Abenteuerstrecke, führt über einen wild bewachsenen Seitenarm des Flusses bis ca. 50 Meter vor das Portal der Burg Vischering. Dauer: ca. eine halbe Stunde. Die lange Strecke führt über den Hauptarm der Stever bis zur Burg Kakesbeck. Dabei paddelt man zunächst an den schönen Flussgrundstücken der Anlieger vorbei, dann geht es weiter in die Natur. Achtung: An der ersten Fußgängerholzbrücke bitte den Kopf einziehen!  

Wer sich ruhig verhält, kann Eisvögel, Graugänse, Kanadagänse oder auch Silber- oder Graureiher und Störche beobachten. Dauer: Ca. 1,5 Stunden. Die Wiese an der Burg Kakesbeck lädt zu einer Picknickpause ein. Und dann geht es wieder zurück. In der Regel sind die Kanufahrer drei bis vier Stunden unterwegs. Die Kanuten fahren durch ein Naturschutzgebiet und müssen sich daher rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten.

 „Wir vermieten 2er, 3er- und 4er- Kanadier“, erklärt Flötenmeyer. „Diese liegen besonders gut und sicher im Wasser, sodass wirklich jeder damit fahren kann.“ Dazu gibt es die passenden Stechpaddel, auf Wunsch Schwimmwesten. Und ganz wichtig: Eine wasserdichte Tonne für die Handys und Portemonnaies. Kann man in der Stever eigentlich stehen? „In den Nebenarmen ja, im Hauptarm nicht mehr“, so Flötenmeyer.

Viele Familien paddeln über die Stever, oft auch Pärchen, Clubs oder ganze Schulklassen. Eins haben alle gemeinsam: Und zwar großen Spaß. Auch wenn mal jemand ins Wasser fällt. „Ich erinnere mich an einen Opa mit seinem Enkel“, erzählt Michael Oberhaus. „Der Großvater war beim Einsteigen bereits im Wasser gelandet. Ich hatte ihn noch gefragt, ob er sich erst abtrocknen möchte. Nichts da, hatte er geantwortet und ist wieder ins Kanu geklettert. Ich habe meinem Enkel versprochen, dass wir Kanu fahren und dann machen wir das auch!“    

 

Infokasten: Von Mitte April bis Ende Oktober (je nach Wetterlage) kann man am Ricordo die Kanus täglich ausleihen. Erwachsene zahlen mo-do 12,50 Euro, fr, sa, so und feiertags 17,00 Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen pauschal 12,50 Euro. Während der Öffnungszeiten gibt das Weinhaus Ricordo die Boote heraus, darüber hinaus kann man Stefan Flötenmeyer auf dem Handy anrufen, Tel. 0160/91527939. Er kommt dann vorbei. Am Wochenende empfiehlt es sich, zu reservieren. www.sportbox-senden.de, www.ricordo.de