Altstadt

Die Altstadt und ihre besonderen Orte und Gebäude


Umgeben von vielen Einkaufsmöglichkeiten, gemütlichen Cafés und Eisdielen sorgt der Marktplatz für schöne Atmosphäre inmitten der Innenstadt. Neun Bronzetafeln auf dem Marktbrunnen erzählen von der Geschichte Lüdinghausens. Am Rande des Marktplatzes steht die Bronzene Figur des berühmten Stritzken. Mit Bürgerlichen Namen Wilhelm Schievenhövel, war Stritzken zu Lebzeiten ein wahrer Spaßvogel, der besonders die „Frauleute“ aufs Korn nahm.

Bereits von weitem kann man den mächtigen Westturm der St. Felizitas Kirche sehen, der das Lüdinghauser Stadtbild einzigartig macht. Gebaut von dem heiligen Liudger entstand an dieser Stelle die erste Kirche in Lüdinghausen. Diese wurde von einer zweiten und letztendlich von der St. Felizitas Kirche abgelöst. Eines der ältesten Werke der Kirche ist das wunderschöne und prächtig ausgearbeitete Taufbecken. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist damit sogar älter als die St. Felizitas Kirche.



Die Blaudruckerei in Lüdinghausen ist einer der wenigen Betriebe, der das historische Drucken mit Indigo beherrscht und auch noch praktiziert. Da dieses Verfahren sehr kompliziert ist, galt es im Mittelalter oft als Hexerei, wenn Betriebe diese Kunst des Druckens beherrschten. Eine lange Tradition verfolgt die Blaudruckerei heute mit dem Café Indigo. Da früher die Färbebetriebe im Winter geschlossen hatten, kamen manche Betriebe auf die Idee, in dieser Zeit eine Kneipe zu betreiben. Auch heute kann man im Cafe Indigo Kaffee und Kuchen genießen.

Das Lüdinghauser Rathaus steht für die gelungene Symbiose von alten und neuen Gebäuden. Vor dem Rathaus steht eine 1871 anlässlich des Friedensschlusses nach dem deutsch-französischen Krieg (1870/1871) gepflanzte Eiche.



Das älteste Haus Lüdinghausens steht an der Wolfsberger Straße 5. Mit seinen über 350 Jahren ist das Hake-Haus aus dem 17. Jahrhundert ein wahrlich historischer und lohnenswerter Anblick. Heute steht es Kindern, Jugendlichen, Jugendverbänden und Alten Menschen gleichermaßen zur Verfügung.

Die Borgmühle hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Sie wurde nämlich bereits im Jahre 1406 von Ludolf von Lüdinghausen errichtet. Eine Kornmühle war für die Stadtanwohner damals von größter Wichtigkeit, da sie diese mit Mehlprodukten versorgte. Die Mühle wurde an einem eigens, für sie gegrabenen Steverarm errichtet, an dem es sich heute wundervoll sitzen lässt.



Die ehemalige Posthalterei, die heute auch die Post beherbergt, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Steinen des 1829 abgerissenen Bergfriedes der Burg Lüdinghausen gebaut.

1906 wurde sie von dem Grafen Ignatz zu Westerholt gebaut. Heute steht sie unter Denkmalschutz. Dafür sind unter anderem eine wunderschöne Madonna Figur, die vor kurzem restauriert wurde, Sandstein Treppenstufen aus dem Eingang und die faszinierend ausgearbeiteten Stuck-Decken verantwortlich. Diese können sie zu den festen Öffnungszeiten der Musikschule bewundern. Heute beherbergt die hoheitsvolle Villa die Musikschule Lüdinghausen.



Gelegen am Stadtrand von Lüdinghausen kann man heute das St. Antonius Kloster der Franziskaner Frauen betrachten. Am 10. Mai 1835 wurde ihr Orden von Catharina Damen geründet. Somit entstand der Grundstein des Heutigen St. Antonius Klosters, das am 12. August 1895 gebaut wurde. Neben dem Kloster steht heute das ST. Antonius Gymnasium. Die Gründung des Gymnasiums ist den damaligen Franziskanerinnen zu verdanken, die eine Mädchenschule für 22 Mädchen in einem Haus eröffneten.

Die Feme war eine auf den westfälischen Raum beschränkte Art mittelalterlicher Kriminaljustiz. Von ihrem Standort auf der Steverbrücke aus hat man einen schönen Ausblick auf die Borg, auf den im Jahre 2013 neu gestalteten Uferbereich der Mühlenstever.



Die Hermannstraße besticht durch ihre kleinen, charakteritischen Häuser. Hier erinnert ein Mahnmal an die jüdische Gemeinde, die zur NS-Zeit nahezu völlig ausgelöscht wurde. Die Erinnerungstafel steht am Standort der einstigen Synagoge, die in den 1980er Jahren abgerissen wurde.

Die Fachwerkgiebel mit Holzschnitzereien in der Lüdinghauser Innenstadt sind typisch für das Münsterland. Das vorspringende gelbe Haus auf der rechten Straßenseite der kl. Münsterstraße gehört zu einer ehemaligen Stadttoranlage, dem Münstertor. Wenige Häuser weiter ist noch ein typisches Lüdinghauser Ackerbürgerhaus mit dem scheunenartigen Eingangstor zu sehen. Das repräsentative Gebäude mit den Holzschnitzereien daneben wurde von 1925 bis 1977 als Internat für Jungen genutzt.



Das älteste Gasthaus von Lüdinghausen mit vielen originellen baulichen Details steht an der Mühlenstraße. Daneben ist das Raesfeldhaus von 1586 zu finden, früher "Armeleutehaus", heute Familienbildungsstätte.

Die Kirche wurde 1859 eingeweiht. Erst wenige Jahre zuvor hatte sich in Lüdinghausen eine kleine evangelische Gemeinde gegründet. Die auf Haus Sandfort lebende Familie des Grafen Adolph von Bodelschwingh-Plettenberg ließ die Kirche auf eigene Kosten für die Gemeinde in Lüdinghausen errichten. Daran erinnert die Wappen- und Gedenktafel über dem Altar.



Lüdinghausen war einer der Orte im Fürstbistum Münster, in dem eine Niederlassung von Juden nicht erlaubt war. Erst in napoleonischer Zeit (ab 1807) konnten sich zwei jüdische Familie hier ansiedeln.

 

Die wenigen jüdischen Familien trafen sich zu Gottesdiensten zunächst in einem Privathaus; seit 1839 nutzte die kleine jüdische Gemeinschaft ein schlichtes zweigeschossiges Gebäude in der Hinterstraße, der heutigen Hermannstraße, als Synagoge.



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