St. Dionysius Kirche

Namenspatron der katholischen Pfarrkirche in Seppenrade ist der heilige Dionysius. Er war einer der ersten Missionare in Frankreich und war als Bischof von Paris tätig. Dionysius - oder wie man in Frankreich sagt, Denis - wird als Märtyrer verehrt und ist im Kloster St. Denis bei Paris beerdigt. Nach der Überlieferung soll er nach der Hin­richtung durch das Schwert sein Haupt in die Hände genommen haben und noch bis zu der Stelle gelaufen sein, an der er begraben sein wollte.
 

Der Ort Seppenrade hat eine lange Geschichte. Belegen lässt sich dies auch an der Gemeinde St. Dionysius, die erstmals im Jahr 1184 urkundlich erwähnt wird. Die heute bestehende Pfarrkirche in der Dorfmitte wurde von 1882 – 1885 erbaut. Dieser Bau hatte mehrere Vorgänger, bei denen verschiedene Baustile verwendet wurden. Es finden sich Hinweise auf romanische und spätgotische Bauelemente. Die heutige Kirche ist in neugotischem Stil erbaut. Die verwendeten Backsteine wurden in Lüdinghausen gebrannt. Gesimse und andere Steine stammen nicht wie zunächst zu erwarten aus den heimischen Baumbergen, sondern aus der Eifel.

 

Die Kirche verfügt über drei Schiffe und bietet den Besuchern einen großen Raum. Blickfang ist der Kirchturm, den man von weither sehen kann. Erst vor wenigen Jahren wurde der Turm mit großem Aufwand renoviert. Im Kircheninneren fallen u.a. die Wandbe­malung und die Kirchenfenster auf. Die figürlichen Fenster stammen aus der Nähe von Lüttich in Belgien. Sehenswert sind besonders einige Elemente der Vorläufer­kirchen. Hierzu gehören das Paulusrelief und ein Grabmal. Das Relief geht ins 15 Jahrhundert zurück. Das Grabmal gilt Pastor Heinrich Schahausz, der besonders wegen seiner Besuche bei Pestkranken beliebt war. Er ertrank 1627 in der Stever. Interessant ist auch der Taufstein aus dem Jahr 1635.und eine Pieta im Turmraum. Die Kirchenglocken stammen aus den Jahren 1634, 1678, 1794 und 1925.

 

Weitere Infos finden Sie unter www.sankt-dionysius.de